Kennt ihr das, wenn ganz unerwartet Gedanken, Erlebnisse oder Dinge Brücken schlagen? Genauso ging es mir, als ich zufälligerweise den Flyer für die Ausstellung in der Volkshochschule in der Hand hatte, ich dachte: „Aha, Ara Güler, türkischer Photograph…noch nie gehört. Ha, witzig, das Bild auf der Vorderseite sieht genauso aus wie die in dem kleinen Café in Istanbul. Das war schön, das Café…scheisse, wie hieß das denn noch mal? … Ara Café? Ahhhhhh….“ Die Synapsen klickten und blitzgescheit erkannte ich natürlich gleich den Zusammenhang.

Der 1928 in Istanbul geborene „Master der Leica“ gilt nicht nur als einer der wichtigsten Photographen der Welt und ist in der Türkei eine Legende, sondern ist auch noch Cafébesitzer. Vom MoMA wurde der Autodidakt 1968 zu den „Zehn Meistern der Farbphotographie“ gewählt. In der aktuellen Ausstellung mit dem Namen Das Auge Istanbuls geht es genau darum: wie er seine geliebte Heimatstadt wahrnimmt. Das Augenmerk liegt dabei ganz klar auf den Menschen, die ihm vor seiner Linse über den Weg laufen. Brüllende Kinder, Schlachter, Fischer auf dem Bosporus…alles authentische Momentaufnahmen.

Wirklich empfehlenswert. Also hingehen und Istanbul sehen.

kapak19