Jeder liebt Drogen und Mafiafilme, das ist einfach so. Die Typen sind cool und die Handlung brutal, es geht um Geld, Macht und Loyalität. Sie üben eben eine gewisse Faszination auf uns aus. Und wie gut, dass diese selbst vor der Uni nicht halt macht und ich dieses Semester eine Vorlesung mit dem Namen “Drogen und Ökonomie in Lateinamerika” besuchen kann. Ganz wissenschaftlich bereite ich mich gerade auf die Klausur vor, indem ich mir einfach alle Klassiker wie Scarface oder Miami Vice nochmal reinziehe, natürlich rein zu Recherchezwecken…

Das wirklich krasse daran ist, dass all die geilen Filme in der Realität einfach die beste Vorlage überhaupt fanden: halb Miami wurde aus Drogengelder gebaut, es wurden ganze Häuser gekauft nur um Drogen, Waffen und Geld zu verstauen, und natürlich der Kampf um Macht und Einfluss im Drogengeschäft. Von dieser Realität handelt die Dokumentation Cocaine Cowboys von 2006, dessen Protagonisten ehemalige Dealer, Schmuggler oder Cops sind, die erzählen wie das Drogengeschäft damals in Miami wirklich abgelaufen ist. Ich finde, die Doku steht ihren Hollywood Kollegen in nichts nach und bietet alles, was ein Drogenfilm haben muss, vor allem Spannung, Witz und coole Typen.