Fever Ray/if i had a heart
Wie Juli, bin auch ich Fan, die Videos haben es mir besonders angetan.
Ich hab genau den passenden Film zum Valentinstag:
Er lief letztes Jahr als Independentfilm in einigen Kinos, ich hatte aber nie vor ihn mir anzusehen. Als mein Liebster den Film jetzt vorschlug, dachte ich nur: “Boah ne, kein Bock auf usakriegsfilmrumgeballereallesindbösenurwirsinddieguten Filmabend”. Aber ey, alles kam anders und ich habe einen neuen Lieblingsfilm in meiner Sammlung.
Kurz erzählt: Die Geschichte spielt 2004 in Bagdad/Irak. Der Alltag eines Bombenräumkommandos der US- Armee wird gezeigt. Die Soldaten, die sich dem tagtäglichen Wahnsinn hingeben, die ständige Todesgefahr, bei der kleinsten Regung oder Fehler ihr Leben zu verlieren. Der coole Draufgänger, der Sensible, der Gehorsame-zusammen kämpfen und leben sie.
Kathryn Bigelow hat Regie geführt, vielleicht nicht ganz gewöhnlich für eine Frau, sich solch ein Thema anzunehmen aber es funktioniert (gerade aus dem Grund?) und hat für dieses Jahr sogar 9 Oscarnominierungen erhalten. Unbedingt anschauen!
Das alles erinnert mich irgendwie an meine Schulzeit, als auf einmal jeder die Hose bis untern Arsch getragen hat, die Vans mit Socken ausgestopft und sich selbst “Skater” genannt hat. Heute ist es eben ein Hipster.
Hipster Hass ist so ‘ne Erscheinung, dass wenn zu exessiv ausgeübt, es einen selbst zum Hipster macht.
Macht das Sinn? Denke schon.
Weniger Hass, einfach machen lassen, lustig sind die Verarschen trotzdem.
Ich erzähle euch nichts neues, denn mittlerweile dürfte selbst der verschlafenste Zeitgenosse mitbekommen haben, dass Stuttgart unter einer weißen Decke verschwunden ist und die nächste Eiszeit naht. Ich komm echt nicht drüber hinweg, dass es im Kessel auch mal so schneit und im Gegensatz zu vielen anderen liebe ich Schnee.
Umso mehr hat es mich gestern Abend echt gewundert, dass sich trotz dem Wetter so viele Leute auf die Straße getraut haben. Ich für meinen Teil wollte die überstandenen Prüfungen mit einer kleinen Donnerstag- Runde feiern und war damit tatsächlich nicht allein. Den Spruch, ob man mit Langlaufski gekommen sei, wurde gestern wirklich überstrapaziert und die ganze Sache erinnerte mich schon ein bisschen an Hüttengaudi, was im Transit kurz nach 12 in “I like to move it, move it” gipfelte. Glühwein und Skiständer hätten ihren Zweck gestern auf jeden Fall erfüllt. Aber nach einem Abend Après Ski rund um den Hans im Glück Brunnen mit HalliGalli, Schneeballwerfen und nassen Schuhen bin ich froh heute nicht unbedingt aus dem Haus zu müssen und denke mir so langsam auch: Winter, verpiss dich!
Während sich eine von uns auf einen Aufenthalt in der Sonne vorbereitet, kann ich im moment leider nur davon träumen. Ich muss schon zugeben, dass mir das Wetter so langsam aber sicher auf die Nerven geht. Ich kann es gar nicht erwarten, die ersten sonnigen Tage 2010 zu erleben und der hartnäckigen Winterdepression “Auf Wiedersehen” zu sagen. Bis dahin träume ich einfach weiter und lasse mich von diesen wundervoll farbenfrohen Bildern und der sexy 80er Jahre Bademode inspirieren.
Vor einigen Tagen gab es hier schonmal einen Post über diesen jungen Fotografen, kurz danach bekam ich eine Email – von Jonathan. Und hier sind wir nun, mit seiner neuen Fotostrecke plus paar Infos über ihn. Mal sehen, wo wir ihn in ein paar Jahren sehen werden. Viel Spass beim Lesen.
Vom optischen Gesichtspunkt her wie aus einem schlechten Horrorfilm geklaut, musikalisch absolut talentfrei.
Irgendwie will ich trotzdem auf nen Gig von ihnen.
So schlecht, dass es schon wieder gut ist.